
Rumänien mit dem Wohnmobil entdecken
Rumänien mit dem Wohnmobil – organisiert, geführt und dennoch frei. Diese 19-tägige Reise führt dich durch Transsilvanien – wörtlich „hinter den Wäldern“ – in jene Region, die viele mit Dracula verbinden, die aber weit mehr ist als eine Legende. Zwischen den Karpatenpässen, mittelalterlichen Städten wie Sighișoara (Geburtsort von Vlad Țepeș), der Burg Corvin in Hunedoara und den UNESCO-Holzkirchen der Maramureș entsteht ein Rumänienbild, das Tiefe hat. Du wanderst im Apuseni-Naturpark, stehst in der Cheile-Turzii-Schlucht, fährst über die Transfăgărășan-Hochstraße und erlebst Städte wie Sibiu, Brașov und Sighișoara nicht nur im Vorbeigehen, mit Einordnung und Führung.
Du reist mit deinem eigenen oder gemieteten Wohnmobil, bleibst flexibel – profitierst aber von einer klar geplanten Route, abgestimmten Etappen und einer kleinen Gruppe von maximal sechs Fahrzeugen.
Eine Reise mit dem Wohnmobil für Menschen, die Freiheit lieben – aber Struktur, Hintergrund und Verlässlichkeit schätzen.



Rundreise mit dem Wohnmobil durch Rumänien erleben – 19 Tage Karpaten, Natur & Begegnungen
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Dauer: |
19 Tage |
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Gesamtstrecke: |
ca. 1.600 km |
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Gruppengröße: |
max. 6 Wohnmobile, mindestens 3 Wohnmobile |
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Reiseform: |
geführte Campertour |
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Preise: |
1.890 € pro Fahrzeug bei Einzelbelegung, 1.590 € pro Person bei Wohnmobilen mit mind. 2 Personen |
Welche Leistungen sind im Preis enthalten
Im Reisepreis enthalten sind – entsprechend der aufgeführten Höhepunkte – sämtliche Eintrittsgelder zu den genannten Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen sowie die persönliche Reisebegleitung während der gesamten Tour. Alle Übernachtungen auf den Campingplätzen sind im Preis inbegriffen.
Ein besonderer Bestandteil der Reise ist die letzte Übernachtung an einem naturnahen Stellplatz direkt am Fluss. Diese Nacht verbringen wir bewusst außerhalb klassischer Campingplätze – Wildcampen als fester Bestandteil des Reiseerlebnisses.
Darüber hinaus umfasst der Reisepreis die Transfers vor Ort (unter anderem zur Salina Turda, zur Bärenbeobachtung sowie nach Sibiu/Hermannstadt), ein gemeinsames traditionelles rumänisches Essen, den Besuch einer regionalen Käsemanufaktur, einen Restaurantbesuch in Sibiu/Hermannstadt sowie den gemeinsamen Grillabend am letzten Abend der Reise.
Nicht im Preis enthalten sind individuelle Kosten wie Kraftstoff, Maut- und Vignettengebühren, Stromverbrauch auf einzelnen Stellplätzen, Trinkgelder, persönliche Ausgaben sowie individuell organisierte Ausflüge.
Dein Wohnmobil – das solltest du wissen
Für diese Rundreise benötigst du ein eigenes oder gemietetes Wohnmobil. Wichtig ist, dass dein Fahrzeug grundsätzlich reisetauglich ist und du – idealerweise – für ein bis zwei Tage autark stehen kannst. Das heißt: Wasser, Strom und sanitäre Grundversorgung sollten unabhängig möglich sein. Keine Sorge – wir planen die Route so, dass regelmäßig Versorgungsmöglichkeiten bestehen. Aber ein gewisses Maß an Eigenständigkeit macht die Reise entspannter und flexibler.
Termine und Plätze für 2026 – Rundreise in Rumänien
Für folgende Reisetermine sind noch freie Plätze verfügbar:
| 28.06.2026 bis 16.07.2026 noch Plätze frei |
| 09.08.2026 bis 27.08.2026 noch Plätze frei |
| 20.09.2026 bis 08.10.2026 noch Plätze frei |
- Nur 6 Fahrzeuge pro Termin
- Durchführung ab 6 Teilnehmer/innen
Die angebotenen Reisen sind gemäß den gesetzlichen Vorgaben gegen Insolvenz des Reiseveranstalters abgesichert.
Höhepunkte der gemeinsamen Wohnmobil Rundreise*
- Wanderung im Apuseni Naturpark
- Cheile Turzii Schlucht
- Salzbergwerk Salina Turda mit Transfer
- Gemeinsame traditionelles rumänisches Essen
- UNESCO-Holzkirche in der Maramureș
- Klöster in der Bukowina
- Fahrt mit der Mocănița Moldovița – Schmalspurbahn
- Ceahlău-Nationalpark
- Geführte Bärenbeobachtung mit Transfer
- Handwerkskunst erleben
- Besuch regionaler Käsemanufaktur
- Sighișoara (Schäßburg)
- Kirchburg in Deutsch-Weißkirch
- Brasov
- Transfăgărășan
- Sibiu (Hermannstadt) mit Führung und Restaurantbesuch mit Transfer
- Alba Iulia (Karlsburg)
- Burg Corvin mit Führung
- Gemeinsamer Grillabend am Fluss Strei
*kleine Änderungen bleiben vorbehalten
Alle in den Highlights der Rundreise genannten Programmpunkte sind im Reisepreis enthalten. Dazu zählen die Organisation der gesamten Route, die persönliche Reisebegleitung sowie alle gemeinsam durchgeführten Aktivitäten, Führungen und Eintrittspreise. Im Preis enthalten sind außerdem fünf gemeinsame Essen sowie ein gemeinsamer Grillabend zum Abschluss der Reise.
Stellplatz- und Campinggebühren während der gemeinsamen Reisetage sind inklusive.
Je nach Region und Tagesverlauf übernachten wir teilweise auch naturnah bzw. stehen frei.

Dein Reiseleiter – wer dich begleitet
Ich durfte viel von der Welt sehen – beruflich wie privat. Als Produzent und Kameramann war ich in vielen Ländern unterwegs und habe gelernt, dass man ein Land nicht im Hotel erlebt, sondern draußen – dort, wo Menschen leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten. Mit der Zeit wurde mir klar, dass mich durchgetaktete Programme und anonyme Gruppen nicht interessieren. Ich wollte näher ran: an Landschaften, an regionale Küche, an echte Begegnungen – an das, was ein Land wirklich ausmacht.
Mit dem Wohnmobil wurde genau das möglich: unabhängig unterwegs sein, respektvoll reisen, flexibel reagieren können. Und genau hier bin ich in Rumänien geblieben – weil dieses Land Raum lässt. Weil es nicht überlaufen ist. Weil man hier Freiheit nicht nur sucht, sondern tatsächlich lebt.
Diese Reise ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern unterwegs. Ich kenne die Strecken, die Stellplätze, die Besonderheiten – und auch das, was man besser meidet. Mit dieser Rundreise möchte ich dir ein intensives, ehrliches Rumänien zeigen – draußen, unterwegs, mittendrin.
Diese Wohnmobiltour ist Teil meines Projekts „Europa mit dem Wohnmobil – Reiseberichte, Projekte & Touren“, das mit jeder Reise weiterwächst.
Rumänien-Wohnmobiltour in kleiner Gruppe
Diese geführte Rundreise durch Rumänien ist auf maximal sechs Wohnmobile begrenzt, die Durchführung erfolgt ab mindestens sechs Teilnehmer. Sicherheit ist bei dieser Reise kein Nebenprodukt, sondern bewusst Teil der Planung – von der sorgfältigen Routenführung über ausgewählte Stellplätze bis hin zu Transfers und der Bärenbeobachtung. Einen realistischen Überblick zur Sicherheitslage in Rumänien findest du im Beitrag „Ist Rumänien sicher für Wohnmobilreisen?“, in dem Kriminalität, Straßenverhältnisse, Wildcampen und Naturgefahren nüchtern eingeordnet werden. Die kleine Gruppengröße ermöglicht einen ruhigen Reiseverlauf, flexible Tagesgestaltung und persönliche Begleitung – ohne Kolonnenfahrten oder Zeitdruck.
Rundreise mit dem Wohnmobil durch Rumänien
1. Tag – Ankommen mit dem Wohnmobil in Ungarn
Am ersten Tag treffen wir uns auf einem Campingplatz in Ungarn, der direkt an eine Therme angeschlossen ist. Die Anreise erfolgt individuell und ohne Zeitdruck. Dieser Tag ist zum Ankommen, Kennenlernen und Einstimmen auf die gemeinsame Reise.
Der Campingplatz bietet eine sehr gute Infrastruktur mit Strom, sanitären Anlagen und der Möglichkeit, die Therme zu nutzen. So können sich alle nach der Anfahrt entspannen, duschen oder einfach ankommen.
2. Tag – Start der geführten Wohnmobil-Tour nach Rumänien
(ca. 170km)
Am zweiten Tag reisen wir gemeinsam nach Rumänien ein. Direkt nach der Grenze besteht die Möglichkeit, Geld zu tauschen und erste Besorgungen zu erledigen. Wer möchte, kann zudem einen kurzen Stopp in Oradea einlegen – eine elegante Stadt mit entspannter Atmosphäre, ideal für einen Kaffee, einen kurzen Spaziergang oder ein individuelles Erkunden ohne Verpflichtung.
Anschließend setzen wir die Fahrt mit den Wohnmobilen fort in Richtung Apuseni-Naturpark. Mit jedem Kilometer wird die Landschaft ruhiger, grüner und bergiger. Am Nachmittag schlagen wir unser erstes Lager in Rumänien auf – mitten in der Natur, fernab von Städten, mit Waldgeräuschen und weitem Himmel. Ein ruhiger Einstieg in die Campertour.
3. Tag – Naturerlebnis im Apuseni-Gebirge
(0 km)
Der dritte Tag bleibt vollständig im Apuseni-Gebirge. Es ist ein Tag ohne Fahrstrecke. Gemeinsam unternehmen wir eine Wanderung durch die sanfte Karstlandschaft, vorbei an Wiesen, Wäldern und kleinen Dörfern, und besuchen eine der typischen Höhlen der Region.
Die Apuseni sind bekannt für ihre gut zugänglichen Tropfsteinhöhlen und unterirdischen Flusssysteme – eindrucksvoll, aber ohne extreme Anforderungen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung: Zeit für Ruhe, einen weiteren Spaziergang oder einfach zum Draußensitzen. Der Abend klingt erneut in der Abgeschiedenheit der Berge aus.

4. Tag – Schlucht, Salz und Stadt | Wohnmobilreise durch Siebenbürgen
(131 km)
Nach dem Aufbruch aus dem Apuseni-Gebirge setzen wir unsere Rundreise mit dem Wohnmobil entspannt fort. Der erste Halt des Tages ist die Cheile Turzii, eine eindrucksvolle Kalksteinschlucht mit steil aufragenden Felswänden. Ein Wanderung bietet einen intensiven Einblick in die Karstlandschaft der Region und eignet sich ideal als aktive Pause während der Campertour.
Anschließend fahren wir mit den Wohnmobilen weiter zum Campingplatz in Turda, wo wir unser Lager für die Nacht aufschlagen.
Von hier aus geht es organisiert mit Kleinbus oder Taxi weiter zum Besuch der Salina Turda. So bleibt der Tag entspannt und ohne zusätzlichen Fahrstress.
Das Salzbergwerk Salina Turda beeindruckt mit seinen weitläufigen unterirdischen Hallen und Stollen und bildet einen starken Kontrast zur Naturerfahrung des Vormittags. Nach dem Besuch kehren wir zum Campingplatz zurück.
Der restliche Abend steht zur freien Verfügung – für Ruhe, einen Spaziergang, Gespräche oder ein gemeinsames Abendessen.


5. Tag – Fahrt nach Telciu mit Stopp am Bánffy-Schloss
(ca. 145 km)
Heute setzen wir die geführte Wohnmobiltour in Richtung Norden fort. Am Morgen verlassen wir den Turda und fahren nach Telciu. Unterwegs machen wir Halt am Bánffy-Schloss. Bei einem kurzen Rundgang verschaffen wir uns einen Eindruck vom Schloss, seiner Geschichte und dem besonderen Umgang mit dem baulichen Erbe.
Weiter gehts nach Telciu, wo wir am Nachmittag ankommen und unser Lager beziehen. Nach dem Einrichten bleibt Zeit für eine kleine, optionale Wanderung in der Umgebung. Die Wege starten direkt im Ort und stellen keine großen Anforderungen.
Am Abend kommen wir wieder zusammen. Wir sitzen gemeinsam am Lagerfeuer und nehmen ein traditionelles rumänisches Essen zu uns.
6. Tag – Holzkirchen der Maramureș
(ca. 160 km)
Die Rundreise führt weiter in die Maramureș, eine Region, in der Tradition und Alltag noch eng miteinander verbunden sind. Breite Täler, Holzhäuser und kleine Dörfer prägen das Landschaftsbild.
Unterwegs besuchen wir Holzkirchen der Maramureș, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Diese Kirchen sind einzigartig in ihrer Bauweise: vollständig aus Holz errichtet, mit hohen, schlanken Türmen und einem schlichten, aber ausdrucksstarken Innenraum. Sie entstanden nicht aus Repräsentationswillen, sondern aus handwerklicher Notwendigkeit und einem tief verwurzelten religiösen Selbstverständnis. Viele der Kirchen stehen bis heute im Zentrum der Dörfer und werden weiterhin genutzt.
Im Anschluss fahren wir weiter nach Borșa und legen dort einen kurzen Stopp ein. Die Zeit steht zur freien Verfügung: Wer möchte, nutzt sie zum Einkaufen, für ein Mittagessen, einen Kaffee oder um Proviant für die kommenden Tage zu besorgen.
Am Nachmittag setzen wir die Fahrt mit den Wohnmobilen fort und erreichen den nächsten Campingplatz. Der Tag klingt ruhig aus – Zeit zum Ankommen, für Gespräche und zum Zurücklehnen nach einem erlebnisreichen Tag.
7. Tag – Fahrt mit der Mocănița Moldovița und Kloster Moldovița
(ca. 58 km)
Der nächste Streckenabschnitt unserer Wohnmobil-Rundreise ist kurz. Nach dem Frühstück geht es vom Campingplatz aus auf die Straße – ohne Eile, mit einem klaren Ziel: der Fahrt mit der Mocănița Moldovița.
Nach der Ankunft in Moldovița bleiben die Wohnmobile stehen. Wir bleiben dennoch in Bewegung, wechseln den fahrbaren Untersatz und lehnen uns zurück. Die Schmalspurbahn fährt langsam durch das Tal, folgt dem Fluss und dem Wald.
Nach der Rückkehr bleibt Zeit für ein spätes Mittagessen oder eine kurze Pause. Kein Zeitdruck, kein Wechsel im Programm. Erst danach geht es weiter – nur wenige Minuten – zum Kloster Moldovița.
Das Kloster setzt einen inneren Punkt hinter den Tag – keinen Ausrufezeichen-Moment, sondern einen Abschluss. Am Nachmittag fahren wir weiter zum Übernachtungsplatz in der Umgebung von Moldovița.

8. Tag – Ostkarpaten: Die Wohnmobilreise kommt im Ceahlău-Gebirge an
(ca. 115 km)
Wir verlassen die Bukowina und fahren weiter in die Ostkarpaten. Die Strecke führt tiefer in die Berge, die Landschaft wird spürbar dramatischer. Am Mittag erreichen wir einen Campingplatz in Ceahlău, wo wir unser Lager für die nächsten zwei Nächte aufschlagen.
Nach dem Ankommen bleibt Zeit, sich einzurichten und zur Ruhe zu kommen. Der Tag steht zur freien Verfügung.
9. Tag – Ceahlău-Gebirge: Gemeinsam unterwegs
(0 km)
Der heutige Tag bleibt vollständig im Ceahlău-Gebirge. Es gibt keine Fahrstrecke.
Am Morgen besprechen wir gemeinsam, wie wir den Tag gestalten. Vorgesehen ist eine Wanderung, bei der wir uns je nach Wetter, Gruppe und Stimmung gemeinsam entscheiden, wohin wir aufbrechen. Geplant ist eine Tour in Richtung des Ceahlău-Massivs, angepasst an die Möglichkeiten aller.
Die Strecke wird flexibel gewählt. Wer früher umkehren möchte, kann das jederzeit tun. Der Weg und das Tempo richten sich nach der Gruppe, nicht umgekehrt.
Alternativ bleibt Raum für Ruhe am Campingplatz, kurze Spaziergänge oder einfach Zeit für sich.
10. Tag – Bicaz-Schlucht, Roter See & Bärenbeobachtung
(ca. 95 km)
Die heutige Strecke führt uns mit dem Camper weiter zur Bicaz-Schlucht, einer der eindrucksvollsten Schluchten Rumäniens. Die enge Passage zwischen steilen Felswänden durchfahren wir langsam und mit kurzen Stopps – Zeit zum Staunen, Fotografieren und Durchatmen.
Anschließend erreichen wir den Roten See (Lacul Roșu). Der Bergsee mit seinen aus dem Wasser ragenden Baumstämmen bildet einen ruhigen Kontrast zur Schlucht. Hier bleibt Zeit für eine Pause, einen Spaziergang am Ufer oder – optional – ist eine kurze Fahrt mit dem Ruderboot möglich.
Am Abend erreichen wir den Campingplatz und richten uns ein. Anschließend folgt ein besonderer Programmpunkt: Die Gruppe wird organisiert zur Bärenbeobachtung* gebracht. Ein Transfer zum Beobachtungsstand ist organisiert. Wir erleben die Bären in ihrer natürlichen Umgebung. Ein eindrucksvoller Abschluss eines landschaftlich starken Tages.
Hinweis: Die Bärenbeobachtung erfolgt in freier Natur. Auch wenn die Chancen sehr hoch sind, kann eine Sichtung nicht garantiert werden.

11. Tag – Lebendige Volkskunst und Käsemanufaktur | Wohnmobilreise durch Siebenbürgen
(ca. 152 km)
Nach der Bärenbeobachtung geht es weiter. Erstes Ziel ist Corund, ein traditionsreiches Dorf im Szeklerland, bekannt für Keramik und Handwerkskunst. Entlang der Hauptstraße und in kleinen Werkstätten zeigen Töpferinnen und Töpfer ihre Arbeit, oft direkt vor Ort. Vieles ist echte Handarbeit, nichts wirkt inszeniert oder auf Masse ausgelegt. Corund lebt vom Zuschauen, vom Stehenbleiben und vom Mitnehmen von Eindrücken.
Anschließend fahren wir weiter zu einer regionalen Käsemanufaktur. Dort erhalten wir eine Einführung in die handwerkliche Käseherstellung und einen Einblick in die Arbeit vor Ort – von der Milch bis zum fertigen Produkt. Die Manufaktur steht für traditionelle Verarbeitung und regionale Qualität; auch Charles III hat bei Aufenthalten in Siebenbürgen bereits Produkte aus dieser Region kennengelernt. Eine Käseverkostung gehört selbstverständlich dazu und bildet den kulinarischen Abschluss des Tages.
12. Tag – Sighișoara (Schäßburg)
(ca. 33 km)
Der Weg führt uns weiter nach Sighișoara (Schäßburg), einer der eindrucksvollsten mittelalterlichen Städte Rumäniens. Die vollständig bewohnte Burganlage erhebt sich über der Stadt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Enge Gassen, farbige Häuser, Türme und Mauern erzählen von einer Geschichte, die hier bis heute lebendig geblieben ist.
Nach der Ankunft besteht die Möglichkeit, die Altstadt von Sighișoara gemeinsam zu erkunden. Bei einem kurzen Rundgang verschaffen wir uns einen Überblick über die Burganlage und ihre Geschichte. Anschließend bleibt ausreichend Zeit, die Stadt individuell zu entdecken.
13. Tag – Deutsch-Weißkirch und Brașov
(ca. 150 km)
Am frühen Vormittag erreichen wir mit den Wohnmobilen Viscri (Deutsch-Weißkirch). Der Ort ist bekannt für seine Kirchenburg, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die massive Anlage prägt das Dorf bis heute und erzählt von einer Zeit, in der Kirchenburgen Schutzraum, Treffpunkt und Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens waren.
Internationale Aufmerksamkeit erhielt Deutsch-Weißkirch auch dadurch, dass Charles III hier über Jahre hinweg mehrere traditionelle Häuser besaß und sich regelmäßig in der Region aufhielt. Trotz dieser Bekanntheit hat sich der Ort seinen ruhigen, unverstellten Charakter bewahrt.
Anschließend fahren wir weiter nach Brașov. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden. In Brașov stellen wir die Wohnmobile außerhalb des Zentrums ab. Von dort aus geht es entweder gemeinsam oder individuell in die Altstadt.
Wer möchte, besucht die Schwarze Kirche, das bekannteste Bauwerk der Stadt. Sie ist die größte gotische Hallenkirche Rumäniens und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Ihr Name geht auf einen Stadtbrand im 17. Jahrhundert zurück, dessen Spuren sich bis heute im Mauerwerk widerspiegeln. Der Besuch ist kein Pflichtprogramm, bietet aber einen guten Orientierungspunkt in der Altstadt.
Alternativ besteht die Möglichkeit, Schloss Bran (Törzburg) zu besuchen. Das Schloss liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Brașov und ist in rund 45 Minuten erreichbar. Der Besuch ist nicht Teil des gemeinsamen Programms, eignet sich jedoch gut für alle, die individuell einen weiteren historischen Ort erkunden möchten, bevor es am Abend weiter zum Campingplatz geht.
Der Campingplatz ist auch gut vom Schloss Bran zu erreichen.
14. Tag – Kloster Curtea de Argeș | Wohnmobil-Rundreise durch Rumänien
(ca. 106 km)
Die Route führt uns zum Kloster Curtea de Argeș, einem der bedeutendsten orthodoxen Klöster Rumäniens. Schon von außen wirkt der Bau ungewöhnlich fein und fast filigran – deutlich anders als viele der wehrhaften Klosteranlagen, die wir bisher gesehen haben.
Wir besichtigen das Kloster gemeinsam im Rahmen einer Führung. Dabei geht es nicht nur um Zahlen und Daten, sondern um die Geschichte des Ortes, seine Symbolik und die Rolle, die das Kloster bis heute für Rumänien spielt. Besonders eindrucksvoll sind die Legenden rund um den Bau des Klosters – allen voran die Geschichte von Meșterul Manole, die tief im rumänischen Selbstverständnis verankert ist.
Wir übernachten auf einem Campingplatz in der Nähe des Kloster Curtea de Argeș.
15. Tag – Transfăgărășan: Fahrt mit dem Wohnmobil über den Pass
(ca. 116 km)
Heute erwartet uns eines der großen Highlights der Reise: die Fahrt über den Transfăgărășan.
Jede und jeder fährt im eigenen Tempo. Es bleibt Zeit für Fotostopps, kurze Spaziergänge, Aussichtspunkte oder einfach fürs Genießen. Der Transfăgărășan ist keine Strecke, die man „abarbeitet“ – er lebt davon, erlebt zu werden.
Serpentinen, Hochgebirge, Seen, Tunnel und weite Ausblicke wechseln sich ab. Mal geht es hinauf, mal wieder hinunter, immer mit neuen Perspektiven. Wer öfter anhalten möchte, tut das. Wer flüssig durchfahren will, ebenso. Beides ist richtig.
Die Hochgebirgsstraße ist rund 90 Kilometer lang, erreicht ihren höchsten Punkt auf etwa 2.442 Metern und führt unter anderem am Bâlea-See vorbei sowie durch den längsten Straßentunnel Rumäniens.
Am späten Nachmittag treffen wir uns auf dem Campingplatz am Michelsberg und lassen den Tag gemeinsam ausklingen.
16. Tag – Hermannstadt: Stadtführung und gemeinsames Mittagessen
(0 km)
Am Morgen bleiben die Wohnmobile auf dem Campingplatz stehen. Für den Tag ist ein organisierter Transfer vorgesehen: Wir werden gemeinsam nach Sibiu (Hermannstadt) gebracht und am Abend wieder zurück zum Campingplatz gefahren.
In Hermannstadt nehmen wir an einer geführten Stadtbesichtigung teil, die einen kompakten und gut eingeordneten Überblick über die Altstadt, ihre wichtigsten Plätze und die bewegte Geschichte der Stadt bietet. Der Rundgang führt durch das historische Zentrum mit Großem und Kleinem Ring, vorbei an markanten Gebäuden, Türmen und Gassen, und ordnet Hermannstadt als eine der bedeutendsten Städte Siebenbürgens ein.
Nach der Führung gehen wir gemeinsam essen und lassen die Eindrücke in ruhiger Atmosphäre nachwirken. Gestärkt geht es anschließend weiter zum ASTRA-Freilichtmuseum, einem der größten und eindrucksvollsten Freilichtmuseen Europas.
Das weitläufige Gelände zeigt traditionelle Bauernhäuser, Werkstätten sowie Wind- und Wassermühlen aus allen Regionen Rumäniens. Die Gebäude sind in eine natürliche Landschaft mit Wegen, Seen und Wiesen eingebettet. Wer möchte, kann individuell durch das Areal spazieren oder die besondere Ruhe des Ortes genießen.

17. Tag – Von Michelsberg nach Alba Iulia (Karlsburg)
(ca. 100 km)
Am Morgen fahren wir vom Michelsberg nach Alba Iulia (Karlsburg). Dort besuchen wir die historische Alba-Carolina-Festung, eine weitläufige barocke Zitadelle, die sich gut zu Fuß erkunden lässt.
Innerhalb der Festungsanlage befinden sich mehrere bedeutende Bauwerke, darunter die römisch-katholische Michaelskathedrale sowie die orthodoxe Krönungskathedrale. Der Rundgang durch die Anlage bietet einen kompakten Überblick über die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihre besondere Bedeutung für Rumänien.
Am Nachmittag setzen wir die Fahrt fort und erreichen den nächsten Campingplatz, wo der Tag ruhig ausklingen kann.
18. Tag – Hunedoara, Burg Corvin und Ankommen am Fluss Strei
(ca. 95 km)
Am siebzehnten Tag führt uns die Wohnmobiltourr nach Hunedoara. Wir besuchen die Burg Corvin (Castelul Corvinilor). Bei einem geführten Rundgang erhalten wir einen gut eingeordneten Überblick über Geschichte, Architektur und Bedeutung einer der eindrucksvollsten Burgen Rumäniens. Natürlich erfahren auch mehr über die Verbindung zu Vlad Țepeș, der als historische Vorlage für den Mythos Dracula gilt
Nach dem Burgbesuch setzen wir die Fahrt fort und erreichen nach etwa 20 Minuten den Fluss Strei. Dort lassen wir den Tag ausklingen: ankommen, Stellplätze einrichten, durchatmen. Kein weiteres Programm, kein Zeitdruck – einfach Runterfahren nach den vielen Eindrücken der letzten Tage.
Am Abend findet ein letzter gemeinsame Grillabend statt. In entspannter Atmosphäre lassen wir die Reise Revue passieren.
19. Tag – Abschied und individuelle Weiterreise
Der achtzehnte Tag dient dem entspannten Abschluss der Wohnmobil Rundreise. Kein Programm, kein gemeinsames Fahren. Zeit für ein ruhiges Frühstück, letzte Gespräche oder einen Spaziergang am Fluss.
Anschließend erfolgt die individuelle Rück- oder Weiterfahrt, zum Beispiel in Richtung Westen. Wer möchte, kann selbstverständlich auch einen weiteren Tag am Fluss Strei bleiben und die Ruhe noch etwas länger genießen.
Diese Rundreise ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern unterwegs. Wenn du dir vorab ein Bild von Landschaften, Stimmungen und dem Reisen mit dem Camper in Rumänien machen möchtest, findest du hier ausgewählte Eindrücke:
Mit dem Camper durch Rumänien – Abramut nach Hunedoara, Burg Corvin – Geschichte mit Biss und Wildcampen in Rumänien – Ein Geheimtipp an der Donau.
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