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Tamarit Beach Resort – ein Tag an der Costa Dorada

Zwischen Wellen, Waschsalon und Wäscheleinen

Ein sonniger Morgen an der Costa Dorada, Pinienduft in der Luft und ein gut organisierter Campingplatz. Guten Morgen, Altafulla! Guten Morgen, Tamarit Beach Resort!

Tag zwei an der Costa Dorada. Begonnen hatte alles am Vortag mit unserer Ankunft am Playa Tamarit – Pinienschatten, erster Strandspaziergang, das Gefühl angekommen sein. Heute sollte der Tag ganz dem Platz selbst gehören.

Der 21. Mai 2025 begann mit sanftem Sonnenschein und dem Duft nach Pinien, der durch die geöffnete Dachluke strömte – genau der richtige Auftakt für diesen Ort. Bewaffnet mit Zahnbürste, Zahnputzbecher und Handtuch ging es los Richtung Waschhaus. Auf dem Rückweg kamen wir – wie praktisch – direkt am kleinen Supermarkt vorbei. Dort wartete bereits ein frisch gebackenes Baguette auf uns, noch warm, mit knackiger Kruste – eine sehr wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Frühstück.

Zurück am Camper wurde der Tisch gedeckt: Baguette, Olivenöl, Käse, ein wenig Schinken, Obst dazu Kaffee und der Blick ins Grüne. So kann ein Tag beginnen. Und wir hatten einiges vor.

Camper auf schattigem Stellplatz im Tamarit Beach Resort an der Costa Dorada
Unser Campingplatz im Tamarit Beach Resort – Schatten unter Pinien, Ruhe, Meer nicht weit.

Waschsalon, SUP und Camperalltag in Tamarit

Erstes Ziel: Wäsche waschen. Im Tamarit Beach Resort ist das erstaunlich unkompliziert. Neben einem gut ausgestatteten Waschsalon mit mehreren Maschinen und Trocknern gibt es auch einen separaten Bereich zum Bügeln – alles hell, sauber, modern. Du bezahlst direkt an einer zentralen Station, bekommst die Maschine zugewiesen und kannst dann gemütlich weiterziehen. Genau das taten wir auch.

Während die Wäsche ihre Runden drehte, machten wir uns daran, das SUP-Board aufzupumpen. Am Anfang geht das noch flott – pumpen, pumpen, pumpen – die Luft strömt leicht ins Board, die Form wächst, die Motivation ist hoch. Doch je näher ich dem Enddruck von 1,8 bar komme, desto mehr wird jeder Hub zur kleinen Prüfung. Pumpen… pumpen… puh… pumpen… Ganz ehrlich: Wer dabei noch lächelt, hat entweder Profi-Arme oder einen Kompressor. Wir hatten beides nicht – aber immerhin genug Durchhaltevermögen, um das Brett final einsatzbereit zu machen.

Mittlerweile war die Wäsche fertig und wollte stilecht aufgehängt werden – mit Wäscheleine und Klammern zwischen Radträger und nächstgelegenem Baum gespannt. Ich übernahm den Aufhängedienst, während Dani das Paddel zusammensetzte und den Rucksack bestückte – Teamwork unter südlicher Sonne. Danach: Badehose, Paddel, Rucksack, Klappstuhl – auf zum Strand.

Tamarit Beach Resort – was der Campingplatz bietet

Das Tamarit Beach Resort ist einer dieser Orte, die zum Bleiben einladen. Die Lage direkt an der Costa Dorada, mit einem eigenen Zugang zum Strand, ist unschlagbar. Die Parzellen sind großzügig bemessen, viele davon liegen angenehm im Schatten von Pinien oder auch direkt am Strand. Sanitäre Anlagen sind in mehreren modernen Komplexen über den Platz verteilt, immer gepflegt, mit ausreichend Duschen, WCs und Waschmöglichkeiten. Wer mag, bekommt seine eigene Dusche und Toilette direkt an der Parzelle – Grillplatz inklusive. Und wer ohne Wohnwagen reist, kann einfach einen voll ausgestatteten Bungalow oder ein Mobile Home buchen. So flexibel wie die Anreiseoptionen sind auch die Gäste: Familien, Paare, Alleinreisende – alle wirken angekommen.

Für Kinder gibt es Spielplätze, ein Kletterareal, Animation – für Ruhesuchende wiederum stille Ecken und autofreie Zonen.

Besonders erwähnenswert: das gut sortierte Lebensmittelgeschäft mit täglich frischen Backwaren, eine Bäckerei, ein Restaurant mit Meerblick, ein Eiscafé, Fahrradverleih, Tennisplätze, Fitnessbereich, eine große Poollandschaft und eben – ganz wichtig – der Waschsalon. Auch ein kleiner Friseur sowie ein Massageservice werden angeboten. Alles ist angenehm eingebettet in ein grünes, gepflegtes Areal mit Palmen, Pinien und mediterranem Bewuchs. Die Wege sind gut ausgeschildert, und wer keine Lust auf Laufen hat, kann sich mit einem Golfcart vom Team herumfahren lassen.

Die Atmosphäre ist ruhig, freundlich, international. Viele Gäste kommen aus den Niederlanden, Frankreich oder Deutschland, einige bleiben mehrere Wochen. Und obwohl der Platz groß ist, hat er Ecken, die fast privat wirken – wie kleine Oasen.

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Tamarit Beach Resort – Fakten, Preise & Tipps

Adresse: Platja Tamarit, 43008 Tarragona, Spanien
Website: www.tamarit.com
Koordinaten: 41.13237, 1.36049

Ausstattung Campingplatz:
✓ Direkter Strandzugang
✓ Stellplätze mit Strom/Wasser
✓ Waschmaschinen, Pool, Supermarkt
✓ Restaurant, Kinderprogramm, SUP-Verleih
✓ Hunde erlaubt (mit Gebühr)

Preisbeispiel Hochsaison 2026 (Stand Januar 2026):
Zeitraum: 13.07.–20.07.2026
Stellplatzkategorie: Medium Preference
Größe: ca. 75–90 m²
Lage: Meeresnähe, grüne Umgebung
Inklusive: Parkplatz, Premiumanschlüsse
Preis: 832 € / Woche

Nebensaison: teils ab 32 €/Nacht, mit ACSI-Rabatt ab 27 €
Extras: Hund ~ 7 €/Tag, WLAN & Touristensteuer zusätzlich

Unser Fazit: Tamarit Beach Resort ist kein Schnäppchen – aber jeden Cent wert. Der Platz punktet mit Lage, Sauberkeit, Komfort und dieser fast magischen Mischung aus Ruhe & Urlaubsgefühl.

Strand am Tamarit Beach Resort an der Costa Dorada mit Blick Richtung Castell de Tamarit
Unterwegs am Strand von Tamarit Beach an der Costa Dorada – Sonne, Weite und ruhige Momente

Sonne, SUP und Siesta an der Costa Dorada

Dani paddelte auf dem SUP-Board gemütlich die Küste entlang. Ich war kurz im Wasser, dann zog es mich zurück in den Campingstuhl – Sonnenbaden auf Spanisch: leicht salzige Luft, geschlossene Augen, ein leises Rauschen im Ohr. In den Kopfhörern: entspannte Musik, irgendwas Spanisches, das in der Sonne noch besser klang. Mehr brauchte es nicht.

Für Dani war es mehr als ein Strandtag – es war eine kleine Rückkehr. Zwei Jahre hatte sie nicht mehr auf dem Board gestanden, es gab einfach keine Gelegenheit. Jetzt tastete sie sich wieder heran, machte erste Übungen, suchte das Gleichgewicht und gleitete über das Wasser. Noch nicht ganz sicher, aber entschlossen. Und vor allem: mit Spaß.

Person auf einem SUP-Board im Meer vor dem Tamarit Beach Resort an der Costa Dorada
Unterwegs auf dem SUP vor der Küste der Costa Dorada

Gegen Mittag machten wir uns auf den Rückweg. Die Wäsche war längst trocken auf unserer improvisierten Leine zwischen Baum und Radgepäckträger. Zum Essen gab es einen kleinen, knackigen Salat. Viel Hunger hatten wir nicht – wir waren noch satt vom Frühstück. Aber ein paar frische Salatblätter gehen immer.

Danach: Siesta. Eine gute Stunde Schlaf im Schatten, Fenster offen, die Geräusche des Platzes gedämpft – alles wirkte weich, warm, gelassen. Der Nachmittag gehörte uns. Und dem nächsten Vichy Catalan.

Wanderung nach La Mora – mit Blick und Blase

Nach der kleinen Siesta tranken wir einen Kaffee im Schatten der Markise – wie immer aus der guten alten Emaille-Tasse. Kein Schnickschnack, kein Plastik, sondern ehrlicher Kaffeegenuss mit Charakter – und einer gewissen Resistenz gegen Stöße, Kratzer und Camperleben.

Dann hieß es: Schuhe an, Wasser einpacken, los geht’s. Das nächste Highlight wartete bereits – eine Wanderung zur nächsten Bucht. An der Küste entlang ca. 2,5 km bis zur Badebucht La Mora.

Castell de Tamarit an der Costa Dorada auf einer felsigen Landzunge über dem Meer
Das Castell de Tamarit thront über der Küste unweit des Tamarit Beach Resort

Der Weg führte uns vorbei am Castell de Tamarit, einer eindrucksvollen Burganlage aus dem 11. Jahrhundert, die direkt über dem Mittelmeer thront. Reingekommen sind wir nicht – die Burg ist bis heute in privater Hand und für Besucher geschlossen. Gerade deshalb wurde sie für uns zu einem der spannendsten Orte dieser Wanderung: ein verlassenes Dorf, ein amerikanischer Millionär und eine Geschichte, die hier wohl kaum jemand erwartet.

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Das Castell de Tamarit – und das Dorf, das die Malaria verschluckte

Die Burg, die hier so malerisch über dem Meer thront, geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Zunächst gehörte sie zur Grafschaft Barcelona, später über Jahrhunderte dem Erzbistum Tarragona. Spannend wird es Anfang des 20. Jahrhunderts: 1916 verkaufte der Erzbischof die Burg – samt dem dazugehörigen Dorf – an den amerikanischen Industriellen Charles Deering, Kunstsammler und Vorstandsvorsitzender des Landmaschinenkonzerns International Harvester.

Warum ein ganzes Dorf mitverkauft wurde? Weil es zu diesem Zeitpunkt fast verlassen war. Tamarit wurde im 19. Jahrhundert nach und nach aufgegeben – Malariafieber, begünstigt durch stehendes Regenwasser und den trägen Fluss Gaià, machten das Leben dort zunehmend unmöglich. Die Bewohner zogen ins nahe Altafulla und nach Ferran. Deering erwarb also eine Burg mit Geisterdorf.

Er ließ die Innenräume „romantisch“ restaurieren – unter Mitwirkung der katalanischen Künstler Ramón Casas und Joan Ruiz. In Familienbesitz blieb die Burg bis 1992; dann verkauften Deerings Erben sie an die katalanische Immobiliengesellschaft Sociedad Inmobiliaria Betren, die sie seither für Hochzeiten und Veranstaltungen nutzt. Für Besucher bleibt die Anlage geschlossen. Wer genau hinsieht, erkennt auf dem Gelände noch die Kirche Santa Maria de Tamarit – romanischen Ursprungs, erstmals 1154 urkundlich erwähnt und eine der ältesten Pfarrkirchen der Region.

Das hat sie jedoch nicht davon abgehalten, Filmkulisse zu werden: Hier entstanden Szenen der Serie „La Catedral del Mar“, und für einen Heineken-Werbespot stand sogar James Bond auf dem Burggelände – verkörpert von Daniel Craig, am Pool und auf dem Burgplatz.

Hinter dem Castell begann der eigentliche Wanderweg – ein schmaler, leicht abenteuerlicher Pfad entlang der Steilküste. Steine, Wurzeln, kurze Anstiege. Anspruchsvoll, aber nie zu viel. Und immer wieder: grandiose Ausblicke aufs Meer.

Wer hier unterwegs ist, bewegt sich am Rand eines Natura-2000-Schutzgebiets: der „Costes del Tarragonès“. Hinter La Mora geht die Küste in den Bosc de la Marquesa über – ein geschütztes Waldgebiet, das in den 1960er Jahren dank einer einzelnen Frau vor der Bebauung bewahrt wurde. Die ganze Geschichte dazu steht im Reisebericht „Ankunft am Playa Tamarit“.

Küstenwanderweg zwischen Tamarit und La Mora mit Wurzeln und felsigem Untergrund
Unterwegs auf dem schmalen Pfad entlang der Steilküste

Für unseren Wanderpfad bedeutet das vor allem eines: keine Bauten am Wegesrand, keine asphaltierten Strandzugänge, nur Pinien, Felsen und Meer.

Küstenpfad im Pinienwald des Bosc de la Marquesa bei Tamarit im Natura-2000-Gebiet an der Costa Dorada
Schmaler Pfad durch Pinienwald und Kalksteinfelsen mit Blick aufs Mittelmeer

Unser Ziel: La Mora, ein kleiner Ort mit Strand, Ferienhäusern und genau dem richtigen Maß an Infrastruktur für eine kurze Pause. Hier meldete sich bei Dani die erste Blase am Fuß – ein stiller Hinweis darauf, dass der Rückweg nicht ganz ohne Folgen bleiben würde. Wir setzten uns ans Ufer, streckten die Beine aus und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen.

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Freisteh-Tipp für Camper: Playa de La Mora

Koordinaten Parkplatz: 41.129844, 1.349749
Hinweis: Kein offizieller Campingplatz, aber am 21. Mai waren mindestens drei Camper über Nacht dort – anscheinend in der Nebensaison toleriert.

Blick auf den Strand von La Mora an der Costa Dorada im Gegenlicht
Blick über die Bucht von La Mora – Ziel der Wanderung entlang der Küste
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Geheimtipp neben La Mora: zwei versteckte Buchten

Platja de la Roca Plana & Cala Fonda („Waikiki“)

Wer bei der Wanderung an La Mora nicht haltmacht, sondern weitergeht, erreicht den Bosc de la Marquesa – ein geschütztes Waldgebiet mit zwei der stillsten Buchten dieser Küste. Von La Mora aus führt der Weg zunächst zur Platja de la Roca Plana (auch Calabecs oder Cala Becs genannt), nach weiteren zehn bis fünfzehn Minuten zur bekannteren Cala Fonda – von Einheimischen „Waikiki“ getauft, offiziell Platja de l’Arboçar. Rund 200 Meter feiner Goldsand, eingerahmt von hellen Kalksteinfelsen.

Beide sind ausschließlich zu Fuß erreichbar: kein Autoverkehr, keine Strandbar, keine Liegen. Gerade diese Abgeschiedenheit hat sie so ursprünglich bewahrt. Gut zu wissen: Beide Buchten sind FKK-Strände. Wer damit kein Problem hat, findet hier einige der ruhigsten Plätze an der Costa Dorada.

Gegen Viertel sieben brachen wir wieder auf, zurück Richtung Tamarit. Der Aufstieg vom Strand in La Mora war steil, schweißtreibend und herrlich unverschattet – aber dafür wurden wir mit Panorama-Ausblicken auf die zerklüftete Küste und das glitzernde Meer belohnt. Gut, dass wir genügend zu trinken dabei hatten – die Sonne meinte es erneut sehr gut mit uns. Nach einer Stunde waren wir wieder zurück auf dem Platz, kurz vor Viertel acht, erschöpft, aber glücklich.

Garnelen, Spiritus, Sonnenuntergang

Unter der Markise gönnten wir uns erstmal eine kleine Verschnaufpause. Füße hoch, kühles Getränk in der Hand, das letzte Licht des Tages im Gesicht.

Dann kam der große Auftritt eines alten Bekannten: unser Trangia-Sturmkocher, ein Modell, das Geschichten erzählen könnte. Bewährt, zuverlässig, unverwüstlich. Ein bisschen Spiritus, ein Windschutz, eine ruhige Hand – und schon brodelte in der Pfanne ein kleines kulinarisches Kunstwerk. Garnelen, geschwenkt in Olivenöl, verfeinert mit Knoblauch, frischen Tomaten und Petersilie. Dazu ein einfacher Salat und das restliche Baguette vom Frühstück – perfekt zum Tunken.

Es dauerte seine Zeit, wie immer mit dem Trangia. Aber genau das macht es aus: Dieses langsame Kochen, fern von jeder Hektik, mitten im Camperleben. Draußen sitzen, dem Essen beim Entstehen zuschauen, dabei vielleicht ein paar Tropfen Olivenöl vom Löffel schlecken – das ist nicht einfach Mahlzeit. Das ist ein kleines Ritual.

Garnelen in Olivenöl mit Knoblauch und Tomaten in einer Pfanne auf dem Campingkocher
Abendessen aus der Camperküche – Garnelen, Olivenöl und einfache Zutaten

Nach dem Essen saßen wir noch eine ganze Weile draußen. Die Pfanne leer, der spanische Wein fast ausgetrunken, das Licht weich. Es war dieser Moment zwischen Tag und Nacht, in dem alles zur Ruhe kommt. Ein leises Rascheln im Baum über uns, irgendwo das Klacken eines Zeltherings, weiter hinten ein leises Lachen. Wir sagten nicht viel. Vielleicht, weil dieser Abend keiner war, der viele Worte brauchte.

Es war unser letzter Abend im Tamarit Beach Resort, und irgendwie spürten wir das. Dieses feine Gefühl von Abschied, das sich wie eine warme Decke über alles legt. Am nächsten Morgen würden wir alles wieder verstauen – Tisch, Stühle, Kabel, Erinnerungen – und weiterziehen. Der Süden wartete. Neue Orte. Neue Geschichten.

Aber noch war es nicht so weit. Noch saßen wir da. Und genossen. Einfach so.

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Ausflugstipp direkt nebenan: das römische Welterbe Tarraco

Was viele Camper auf dem Weg an die Costa Dorada übersehen: Keine zehn Autominuten von Tamarit entfernt liegt mit Tarragona eine UNESCO-Welterbestätte (seit 2000). Als Tarraco war die Stadt Hauptstadt der römischen Provinz Hispania Citerior und Zentrum des Kaiserkults für die gesamte iberische Halbinsel – also weit mehr als nur eine Küstenstadt.

Besonders sehenswert sind das Amphitheater direkt am Meer (2. Jahrhundert n. Chr., bis zu 15.000 Zuschauer) sowie die antike Stadtmauer aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., von der noch rund ein Kilometer erhalten ist. Wer in Tamarit zwei oder drei Tage bleibt, sollte mindestens einen halben Tag für Tarragona einplanen – kein Lückenfüller, sondern ein eigenes Highlight.

Nachtrag vom Schreibtisch zum Tamarit Beach Resort, 13. Juli 2025

Ich sitze gerade in luftiger Kleidung am Schreibtisch vor dem Notebook – Juli, Hitzewelle, Brandenburg – und sortiere die Bilder von Tamarit. Google sagt: 5.965 Bewertungen, 4,3 Sterne. Ich sag: verdient. Tamarit war unser Einstieg in den Süden. Noch ohne Sand in allen Ritzen, noch ohne zu wissen, was alles noch kommt. Aber ehrlich? Ich glaube, das war einer der besten Stops der ganzen Reise. Vielleicht, weil alles gepasst hat. Vielleicht, weil die Wäsche trocken war. Vielleicht einfach, weil es so war, wie es war.

Und vielleicht – wenn ich ehrlich bin – sogar einer der besten Plätze dieser ganzen Tour.

Tamarit war für uns ein ruhiger Abschnitt dieser Reise – begonnen hatte alles zuvor weiter nördlich, mit unseren ersten Tagen in Spanien rund um Roses an der Costa Brava.

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