
Erstes Gewitter in den Albanischen Alpen
Nach dem Badespaß in den Naturpools des Kir-Flusses bei Prekal führt mich meine Reise weiter nach Norden – hinein in die Albanischen Alpen, in einen Landstrich, den die Einheimischen seit Jahrhunderten Bjeshkët e Nemuna nennen: die Verwunschenen Berge (auch: Verfluchten Berge). Der Name geht auf die steilen Pässe, die harten Winter und die alten Legenden zurück, die sich um diese Region ranken. Ziel dieser Etappe ist das kleine Bergdorf Nderlysaj im Nationalpark Theth – der Ausgangspunkt für die Wanderung zum berühmten Blue Eye.
Von der SH1 bis nach Theth sind es etwas mehr als 55 Kilometer. Die Strecke wirkt auf der Karte kurz, verlangt aber Zeit und Konzentration. Für die Fahrt benötige ich knapp eine Stunde und 45 Minuten – und das bereits deutlich schneller als bei meinem ersten Besuch. Die zahlreichen Serpentinen, engen Passagen und immer wieder grandiosen Ausblicke laden ohnehin dazu ein, das Tempo herauszunehmen.

Die Straße nach Theth zieht sich durch enge Serpentinen und massive Felswände. Bereits die Fahrt allein ist ein Erlebnis: Steile Berghänge, tiefe Täler und gelegentlich Ziegen am Straßenrand prägen die Landschaft. Obwohl bereits der 30. Juni ist, liegt in den höheren Lagen stellenweise noch Schnee – ein Anblick, mit dem ich zu dieser Jahreszeit nicht gerechnet hätte.
Du planst eine Reise nach Albanien? Viele Informationen zu Sicherheit, Straßenverkehr, Kriminalität und meinen persönlichen Erfahrungen findest du im Beitrag „Ist Albanien sicher? Meine Erfahrungen und Tipps für Reisende“.
Auf halber Strecke gerate ich in das erste Gewitter meiner Reise durch die Albanischen Alpen. Kräftiger Regen begleitet die Weiterfahrt, doch die Straße bleibt trotz der Verhältnisse gut befahrbar. Am Ende erwartet mich eine der eindrucksvollsten Landschaften, die ich bisher auf dem Balkan erlebt habe.
Ankunft in Nderlysaj
Nach der Passstraße erreiche ich schließlich Theth. Von hier fahre ich weiter in das wenige Kilometer entfernte Nderlysaj, wo ich einen kleinen Platz für die Nacht gefunden habe. Die Bergstraße wird enger, streckenweise ragen Felsvorsprünge über die Fahrbahn – für Wohnmobile und höhere Fahrzeuge ist hier Aufmerksamkeit gefragt. Wer zum ersten Mal auf einer solchen Strecke unterwegs ist, sollte langsam fahren und in Kurven großzügig auf Gegenverkehr achten.

Gegen 19:30 Uhr erreiche ich meinen Übernachtungsplatz. Kaum Fahrzeuge, kaum Menschen. Direkt nebenan kehre ich noch im Restaurant ein. Ich bestelle ein gegrilltes Schweinesteak mit Pommes und eine Flasche Wasser. Die Rechnung beträgt 1.133 Lek (rund 12 Euro). Das Essen erfüllt seinen Zweck – satt werde ich, kulinarisch bleibt der Abend allerdings nicht in Erinnerung. Nur die Pommes bleiben mir nachhaltig in Erinnerung – allerdings weniger geschmacklich als vielmehr wegen ihres hohen Fettgehalts, der mir die Nacht über im Magen liegt. Nach kurzer Nachfrage darf ich die Nacht problemlos dort verbringen. Immer wieder zieht Regen über die Berge, Blitze erhellen den Himmel und das Donnern hallt zwischen den Felswänden wider. Es ist eine dieser Nächte, in denen die Natur das Kommando übernimmt – eine eindrucksvolle Einstimmung auf die Wanderung am nächsten Morgen.
8 Uhr, Start – und die Ruhe vor dem Sturm
In der Nacht ziehen weitere Gewitter durch die Albanischen Alpen. Immer wieder prasselt der Regen auf das Dach meines Wohnmobils, während Donner zwischen den Bergflanken widerhallt. Ich mag diese Atmosphäre. Am Morgen ist die Luft klar und frisch. Nach dem nächtlichen Regen riecht der Wald intensiv und die Berge wirken wie frisch gewaschen.
Parken am Blue Eye – kostenlos oder kostenpflichtig?
Bevor die Wanderung begann, fuhr ich noch wenige Meter bis zum eigentlichen Startpunkt. Dort gab es mehrere Parkplätze. Direkt am Einstieg zum Wanderweg kostete das Parken 200 Lek (rund 2 Euro). Die Parkplätze davor waren dagegen kostenlos. Warum das so geregelt war, erschloss sich mir nicht – also stellte ich mein Wohnmobil natürlich auf einem der kostenlosen Parkplätze ab.

Punkt 8 Uhr geht es los. Schon am Start der Wanderung überrascht das türkisfarbene und kristallklare Wasser am Eingang des Nderlysa-Canyons. Dass dieses Wasser seinen Ursprung am Blue Eye hat, erfahre ich erst später. Der Weg beginnt breit und flach, wird nach wenigen hundert Metern zu einem gut ausgetretenen Schotterpfad. Technisch ist die Wanderung einfach, doch der Aufstieg zieht sich und wird stellenweise steiler. Festes Schuhwerk ist deshalb empfehlenswert. Turnschuhe reichen völlig aus, Flipflops sind dagegen keine gute Idee. Nach dem Regen der vergangenen Nacht sind einige Steine und Wurzeln zusätzlich rutschig – hier gilt: lieber einen Schritt bewusster setzen als zu hasten.
Eine gewisse Grundfitness sollte vorhanden sein. Der Weg ist keine Bergsteigerroute, aber auch kein gemütlicher Spaziergang. Vor allem der Rückweg kostet – nach einiger Zeit am Blue Eye und bei sommerlichen Temperaturen – deutlich mehr Kraft, als ich anfangs erwartet hatte.

Unterwegs kommt mir ein Einheimischer mit einem Packesel entgegen. Offenbar hat er bereits Getränke und andere Waren zu den kleinen Lokalen am Blue Eye gebracht. Da es bis zur Quelle keine Zufahrt für Fahrzeuge gibt, erfolgt die Versorgung bis heute mit Packeseln. Für Besucher ist das die einzige Möglichkeit, Getränke, Lebensmittel und andere Waren bis zum Blue Eye zu transportieren – eine traditionelle Lösung, die in den Albanischen Alpen noch immer zum Alltag gehört.

👉 Hinweis am Wegesrand
Packtiere in den Albanischen Alpen
Was am Blue Eye zunächst ungewöhnlich wirkt, gehört in den Albanischen Alpen seit Jahrhunderten zum Alltag. Esel, Maultiere und Pferde bringen bis heute Lebensmittel, Getränke und andere Waren in entlegene Bergdörfer und zu abgelegenen Ausflugszielen.
Inzwischen übernehmen die Tiere noch eine weitere Aufgabe. Auf den bekannten Fernwanderwegen Theth–Valbonë und Theth–Lepushë kann sogar das eigene Gepäck von Ort zu Ort mit Maultieren transportiert werden. Ein Maultier kann – je nach Gelände – bis zu etwa 120 Kilogramm tragen und täglich rund 30 bis 40 Kilometer zurücklegen.
Angeboten wird dieser Service unter anderem von lokalen Anbietern wie der Thethi Guide Agency. Was früher eine Notwendigkeit war, ist heute für viele Wanderer eine praktische Unterstützung – und zugleich ein lebendiges Stück Tradition.
Nach ca. 160 Höhenmetern und etwa 70 bis 90 Minuten – je nach Tempo und Fotostopps – erreiche ich die kleine Lagune vor dem eigentlichen Blue Eye. Auf dem gesamten Aufstieg begegne ich nur wenigen Menschen (es waren zehn, ich hatte mitgezählt). Die üppige Vegetation lässt die Außenwelt schnell vergessen, und mit jedem Schritt tauche ich tiefer in die Bergwelt der Albanischen Alpen ein.

Albanische Ingenieurskunst – und der wichtigste Hinweis der Wanderung
An der kleinen Lagune lege ich eine Pause ein. Ein paar Fotos, ein kühles Getränk vom kleinen Verkaufsstand und ein Detail, das mir sofort ins Auge fällt. Die Getränke werden hier nicht mit Strom gekühlt. Stattdessen fließt eiskaltes Quellwasser ununterbrochen durch eine große Gefriertruhe und hält sie angenehm kühl. Einfach, nachhaltig und erstaunlich effektiv. Eine geniale Lösung, die perfekt in diese Berglandschaft passt und zeigt, wie hier die Natur zum Verbündeten wird.

Mit dem Getränk in der Hand genieße ich das türkisfarbene Wasser der Lagune und bin überzeugt, mein Ziel erreicht zu haben. „Das ist also das Blue Eye.“ Beeindruckend. Langsam denke ich bereits an den Rückweg.

Da spricht mich der freundliche Verkäufer am Stand an und sagt nur einen Satz:
„Nur noch zwei Minuten. Dann bist du beim Blauen Auge.“
Ich schaue ihn erst etwas verwundert an. Hinter dem kleinen Verkaufsstand führt der Wanderweg tatsächlich noch weiter den Hang hinauf. Erst jetzt wird mir klar, dass die Lagune nicht das eigentliche Blue Eye ist, sondern nur ein wunderschöner Rastplatz kurz davor.

Mein Tipp: Lass dich an dieser Stelle nicht täuschen. Hinter dem Verkaufsstand führt der Weg noch etwa zwei bis drei Minuten weiter bergauf. Erst dort erreichst du das eigentliche Blue Eye. Ohne den Hinweis des Verkäufers wäre ich tatsächlich umgekehrt – und hätte das eigentliche Naturwunder verpasst.
Das Blue Eye – eiskalt, türkisblau bis smaragdgrün
Wenige Minuten später erreiche ich endlich das eigentliche Ziel. Der Weg endet in einem Kessel aus grau-braunem Kalkstein, umgeben von steilen Felswänden und auffallend stark vermoosten Bäumen. Zusammen mit der feuchten Luft entsteht eine Atmosphäre, die mich eher an einen Bergregenwald als an die Albanischen Alpen erinnert.

Das Wasser fließt zunächst durch eine enge Felsschlucht und stürzt anschließend als Wasserfall in den türkisfarbenen Naturpool des Blue Eye, der rund vier bis fünf Meter tief ist.
Das Wasser ist kristallklar. Je nach Lichteinfall schimmert der Naturpool in unterschiedlichen Türkis-, Blau- und Smaragdtönen. Der Wasserfall, der über die Felsen in das Becken stürzt, und die bewaldeten Hänge verleihen dem Blue Eye eine außergewöhnliche Kulisse, die zu den schönsten Naturmotiven der Albanischen Alpen gehört.
Das Blue Eye wird vom Lumi i Zi, dem „Schwarzen Fluss“, gespeist. Nach dem Wasserfall fließt das kristallklare Gebirgswasser weiter durch die Stone Groves of Nderlysa, bevor sich der Fluss im Ort Nderlysa mit dem Lumi i Shala vereinigt. Gemeinsam nimmt das Wasser später seinen Weg in den Drin und schließlich bis in den Koman-Stausee.

Die Wassertemperatur beträgt selbst im Sommer 7 bis 10 Grad Celsius. Während ich noch die Ruhe genieße, treffen nach und nach weitere Wanderer am Blue Eye ein. Einige lassen es sich nicht nehmen, direkt in das eiskalte Wasser zu springen. Beim Zuschauen bekomme ich schon eine Gänsehaut. Ich selbst tauche nur kurz meine Hand ins Wasser – nach zwei Sekunden reicht mir das für den ganzen Sommer.

Direkt am Blue Eye entsteht durch das eiskalte Quellwasser ein deutlich spürbar kühleres Mikroklima – zumindest ist das meine persönliche Wahrnehmung an diesem Morgen. Kaum verlasse ich den kleinen Felskessel, kehrt bereits nach wenigen Metern die warme Sommerluft zurück. Es fühlt sich tatsächlich so an, als würde ich einen klimatisierten Raum verlassen.

👉 Hinweis am Wegesrand
Die Legende vom Blue Eye
Der Legende nach entstand das Blue Eye durch ein außergewöhnliches Ereignis:
Vor langer Zeit trieb eine gewaltige Schlange ihr Unwesen in den Bergen Nordalbaniens und ernährte sich von Kindern. Eines Tages begegnete sie einem alten Mann mit seinem Esel. Als die Schlange auch den Esel verschlingen wollte, griff der Mann zu einer List: Er umgab das Tier mit Stroh und zündete es an. Die Schlange stürzte sich auf ihre vermeintliche Beute und verbrannte in den Flammen. Im Todeskampf fiel eines ihrer Augen von den Bergen herab und schlug dort auf, wo sich heute das Blue Eye befindet. An dieser Stelle entstand der tiefblaue Naturpool.
Diese Erzählung wird bis heute in Teilen Nordalbaniens überliefert und zählt zu den bekanntesten Sagen rund um das Blue Eye.
Der Rückweg vom Blue Eye – und die wichtigste Erkenntnis
Nach einiger Zeit trete ich den Rückweg an. Mit jedem Höhenmeter zurück in Richtung Lagune wird es spürbar wärmer. Über die Holzbrücke geht es zurück zum kleinen Verkaufsstand und anschließend auf dem bekannten Weg talwärts.
Erst jetzt kommt für mich der eigentliche Aha-Moment.
Während ich bergab laufe, begegnen mir schätzungsweise 300 bis 400 Wanderer, die sich auf den Weg zum Blue Eye machen. Teilweise bewegt sich ein regelrechter Strom von Menschen den Berg hinauf – vom erfahrenen Bergwanderer über Familien mit Kindern bis hin zu Besuchern in Flipflops, die unterwegs vermutlich feststellen, dass diese Schuhwahl nicht die beste Idee war.
Damit wird mir endgültig klar, warum sich der frühe Start so gelohnt hat. Beim Aufstieg war ich fast allein unterwegs, konnte das Blue Eye in aller Ruhe genießen und sogar längere Zeit an der Lagune verweilen. Doch nach 10 Uhr verändert sich das Bild deutlich. Der Weg wird voller, am Blue Eye warten Besucher auf das perfekte Foto, und die Ruhe des frühen Morgens ist verschwunden.
Mein Tipp: Wer das Blue Eye möglichst entspannt erleben möchte, sollte spätestens um 8 Uhr zur Wanderung aufbrechen. Schon ein oder zwei Stunden später wirkt der Weg völlig anders. Für den Rückweg solltest du – je nach Tempo und Fotostopps – ebenfalls 70 bis 90 Minuten einplanen.

👉 Hinweis am Wegesrand
Wanderung zum Blue Eye – Ein kurzer Überblick
Ausgangspunkt: Wanderparkplatz bei Nderlysaj, etwa 6 km südwestlich vom Bergdorf Theth
Wanderdistanz: ca. 5 bis 6 km (Hin- und Rückweg)
Wanderzeit: 70 bis 90 Minuten pro Strecke, je nach Kondition und Fotostopps. Für die gesamte Tour inklusive Aufenthalt am Blue Eye solltest du mindestens 4 Stunden einplanen.
Schwierigkeitsgrad: Technisch einfach, eine gewisse Grundfitness ist dennoch empfehlenswert. Nach Regen können Steine und Wurzeln rutschig sein.
Höhenmeter: ca. 160 Meter Aufstieg und 160 Meter Abstieg
Höhenlage Blue Eye: rund 790 Meter über dem Meeresspiegel
Wassertemperatur: selbst im Sommer nur 7 bis 10 °C
Ausrüstung: Feste Schuhe sind empfehlenswert, Wanderschuhe ideal. Außerdem ausreichend Trinkwasser sowie eine Wind- oder Regenjacke – das Wetter in den Albanischen Alpen kann sich schnell ändern.
Parken: Unterer Parkplatz kostenlos, obere Parkplätze 200 Lek (ca. 2 €)
Beste Startzeit: Spätestens 8 Uhr morgens. Wer später startet, teilt sich den Wanderweg und das Blue Eye häufig mit mehreren hundert weiteren Besuchern.
Übernachtung: Während meines Besuchs war eine Übernachtung mit dem Wohnmobil auf dem unteren Parkplatz möglich. Zusätzlich gibt es in Nderlysaj und Theth zahlreiche familiengeführte Pensionen und Gästehäuser als Übernachtungsmöglichkeit. Die Gegebenheiten vor Ort können sich ändern – deshalb vor der Anreise kurz den aktuellen Stand prüfen.
Auch als Tagesausflug möglich: Das Blue Eye lässt sich problemlos als Tagesausflug von Shkodra aus besuchen. Wer ausreichend Zeit mitbringt, kann die Wanderung gut mit einem Besuch des Bergdorfs Theth verbinden.
Eintritt: kostenlos (24h zugänglich)
Beste Reisezeit: Mai/Juni bis September/Oktober (abhängig vom Wetter)
Nationalpark Theth: Gegründet 1966, Fläche rund 2.630 Hektar.
Ein letzter Wasserfall zum Schluss
Kurz vor dem Parkplatz wartet noch ein letztes Highlight. Der Wanderweg führt am Nderlysa-Canyon vorbei, durch den sich das kristallklare Wasser mit beeindruckender Kraft zwischen den grau-braunen Kalksteinfelsen seinen Weg bahnt.
Was hier zu sehen ist, trägt einen eigenen Namen: „Stone Groves of Nderlysa“ – die Steingärten von Nderlysa. Über Jahrtausende hat das Wasser des Lumi i Zi („Schwarzer Fluss“) die Kalksteinfelsen geformt.

Vor allem während der Schneeschmelze im Frühjahr strömen enorme Wassermengen durch den Canyon und schleifen den Fels immer weiter aus. So entstanden die glatt polierten Oberflächen, runden Gumpen und wannenartigen Vertiefungen, die heute das Landschaftsbild prägen.

Auch die intensive türkisfarbene Färbung des Wassers ist kein Zufall. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von kalksteinreicher Karstgeologie, mineralhaltigem Quellwasser und dem hellen Untergrund – eine Kombination, die in den Albanischen Alpen immer wieder zu beobachten ist und hier besonders eindrucksvoll zur Geltung kommt.
Erst dann geht es zurück zum Wohnmobil.

Fazit zum Blue Eye in Albanien
Die Wanderung zum Blue Eye gehört für mich ohne Zweifel zu den schönsten Erlebnissen in den Albanischen Alpen.
Natürlich ist das Blue Eye mit seinem türkisfarbenen Naturpool der Höhepunkt der Tour. Rückblickend bleibt mir aber nicht nur die Quelle in Erinnerung, sondern die gesamte Landschaft. Die türkisfarbenen Bachläufe, die glatt geschliffenen Kalksteinformationen, der Nderlysa-Canyon, die moosbewachsenen Bäume und das ständig präsente Wasser machen diese Wanderung zu einem Gesamterlebnis. Genau das unterscheidet sie für mich von vielen anderen Wanderzielen.
Wer früh startet, erlebt all das noch in einer besonderen Ruhe. Genau diese Mischung aus beeindruckender Natur, einer abwechslungsreichen Wanderung und den vielen kleinen Momenten entlang des Weges – vom Packesel bis zum „albanischen Kühlschrank“ – hat diese Tour für mich so unvergesslich gemacht.
Danach geht meine Reise weiter in Richtung Shkodra – doch das ist eine andere Geschichte.

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